Was wäre, wenn Sie Ihre Cloud mit einem „FinOps“-Ansatz verwalten würden?

Laut einer aktuellen Studie werden 32 % der Cloud-Ausgaben von Unternehmen verschwendet. Die Persönlichkeit bringt die Realität zum Vorschein. Viele Unternehmen kämpfen immer noch damit, ihre Ausgaben zu kontrollieren und ihre geplanten Budgets zu übertreffen. Es ist an der Zeit zu lernen, wie man die Cloud mit dem FinOps-Ansatz verwaltet.

Geschrieben von Boris Agbodjan, Consulting Director der Information Division, TNP Consultants
Anas Helawi, Berater, TNP Consultants

Mit ihrer Fähigkeit, praktisch unbegrenzte Ressourcen zu erstellen, Zugriff auf einen großen Katalog von On-Demand-Technologien und Architekturmodifikationen für unterwegs, steht die Cloud vor den Herausforderungen der Ausfallsicherheit und Verbesserung der Anwendungsqualität. Es ist jedoch eine erhöhte Wachsamkeit und Überwachung der Ausgabenposten erforderlich, um unangenehme Überraschungen zur Abrechnungszeit zu vermeiden.

Neue, volatilere Cloud-Ressourcenverwaltungsmodelle können zusammen mit einer sich ständig weiterentwickelnden Architektur zu einem Mangel an Kontrolle über die IT-Infrastruktur und die damit verbundenen Kosten führen. Das Fazit hier: 70 % der französischen Unternehmen sind enttäuscht von Clouds und Ausgaben, die die prognostizierten Budgets überschreiten.
Andere Schätzungen werfen ebenfalls Fragen auf: 35 % der weltweiten Ausgaben für öffentliche Clouds oder etwa 10 Milliarden US-Dollar werden nicht verbraucht.

Cloud-Finanzoptimierung

Daher besteht eine der Cloud-Herausforderungen für Unternehmen darin, Methoden und Tools zu implementieren, um die Elemente der Cloud-Ausgaben zu überwachen, zu kontrollieren und zu verbessern.
FinOps Financial Optimization wurde entwickelt, um dieser Herausforderung zu begegnen. Es ist definiert als das Regelwerk und die Best Practices zur Kontrolle und Optimierung der Cloud-Kosten. Es bedeutet, FinOps-Governance, -Prozesse und -Tools zu erstellen, indem sie angepasst werden, indem die FinOps-Funktion innerhalb des CCOE (Cloud Center of Excellence) implementiert wird. Die Aufgabe der letzteren besteht darin, den tatsächlichen und prognostizierten Verbrauch zu überwachen, Verbesserungsprojekte zu identifizieren, Pläne zu speichern, Tag-Richtlinien zu definieren, FinOps zu implementieren sowie ihre Berichte zu erstellen.

An FinOps angepasste Tools

Um die FinOps-Funktionalität auf Aktionen mit hohem Mehrwert zu konzentrieren, ist es notwendig, FinOps-Tools einzusetzen, die in drei Kategorien eingeteilt werden können: kostenlose Dienste, die von Cloud-Anbietern (AWS, Azure, GCP usw.) bereitgestellt werden, BI-Tools, Datenverarbeitung und Reporting (Power Bi und QlikSense etc.) und Multi-Cloud-Lösungen von Drittanbietern (Apptio Cloudability, CloudHealth, LotaCloud etc.)

Mit welchen Buchsen soll gearbeitet werden?

Die erste Aktion besteht darin, die automatische Abschaltung von Ressourcen außerhalb der Arbeitszeiten zu organisieren. Einige von Cloud-Anbietern angebotene Dienste werden stundenweise abgerechnet, sodass es notwendig ist, nicht produktive Ressourcen in den Abendstunden und am Wochenende abzuschalten. Diese Vorgehensweise kann zu einer Einsparung von 64 % der monatlichen Kosten der Ressource im Vergleich zur Nutzung rund um die Uhr führen. Das Ideal ist, dass die Vorgänge zum Herunterfahren/Neustarten von Ressourcen automatisch und ohne menschliches Eingreifen durchgeführt werden.

Es ist auch möglich, die Größe seiner Ressourcen je nach Nutzung zu ändern. Die Stundenkosten bestimmter Dienste hängen vom Gerätetyp ab und variieren je nach den zugehörigen Eigenschaften (virtuelle CPU, Arbeitsspeicher, Flexibilität, Speicherplatz usw.). Ziel ist es sicherzustellen, dass die verwendeten Ressourcen nicht sperrig sind und sich automatisch an die tatsächlichen Bedürfnisse der Anwendungen anpassen. Die Überwachung und Warnung des Anwendungsverbrauchs ist ein weiterer Punkt der Wachsamkeit. Während des gesamten Projekts sollte eine budgetäre Überwachung des Cloud-Verbrauchs implementiert werden. Sobald die endgültige Architektur validiert und definiert ist, wird eine auf der Architektur basierende FinOps-Schätzung mit dem Projektteam geteilt. Sobald das Budget festgelegt wurde, sollte im FinOps-Tool eine Warnmeldung eingerichtet werden, um verschiedene Interessengruppen über eine Anomalie im Verbrauch zu informieren, die beispielsweise mit einer Änderung der Struktur verbunden ist (Anstieg der Fallzahl, Verwendung eines neuen Service).
Andere Hebelinstrumente wie das Loswerden ungenutzter Ressourcen, das Implementieren von Tag-Richtlinien, das Realisieren und Befähigen von FinOps-Produktteams usw. sollten ebenfalls von Anfang an im Cloud-Ansatz implementiert werden.


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